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Bosch prämiert Open Innovation Projekte von Start-ups mit Bosch

16.05.2019

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch prämiert Open Innovation Projekte von Start-ups mit Bosch

Berlin – Bosch hat die Start-ups Code Intelligence Gmbh (Code Intelligence) und Hesai Photonics Technology Co., Ltd. (Hesai) mit dem Open Bosch Award ausgezeichnet. Damit würdigt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erstmals die Zusammenarbeit von Start-ups mit Bosch in Open Innovation Projekten. Code Intelligence mit Sitz in Bonn entwickelt Technologien zur automatisierten Erkennung von potentiellen Sicherheitslücken in Software. Das in Shanghai ansässige Unternehmen Hesai entwickelt und fertigt Sensoren, mit denen automatisierte Fahrzeuge ihre Umgebung hochaufgelöst in 3D abtasten können. „Die Zusammenarbeit mit Start-ups ist unverzichtbar, um die vernetzte Welt zu gestalten“, betont Dr. Michael Bolle, CDO und CTO von Bosch. „Mit dem Open Bosch Award zeichnen wir die weltweit besten Open Innovation Projekte von Start-ups mit Bosch aus.“ Studien belegen, dass durch Open Innovation Ansätze, also das Einbinden von externen Partnern, Innovationsprozesse um 60 bis 90 Prozent effizienter werden. Daher sind angesichts fortschreitender Digitalisierung und Vernetzung Partnerschaften erfolgsentscheidend, wie die Studie „The Most Innovative Companies 2018“ der Boston Consulting Group zeigt. Bosch arbeitet aktuell mit mehreren hundert Start-ups zusammen, insbesondere im Bereich der Mobilitätslösungen. Mit dem Open Bosch Award zeichnen wir die weltweit besten Open Innovation Projekte von Start-ups mit Bosch aus....Dr. Michael Bolle, CDO und CTO Robert Bosch GmbH Kriterien für die Verleihung des Open Bosch Award sind, dass alle Beteiligten von der Zusammenarbeit profitieren, der „best practice“ Charakter in der Anbahnung, Durchführung und Organisation sowie messbare Erfolge. Die Preisverleihung fand auf der „Bosch Connected World“ in Berlin statt. Vertrauensvolle Zusammenarbeit erhöht die Erfolgschancen Eine Konstante in der über 130-jährigen Geschichte von Bosch ist die Innovationskraft des Unternehmens. In einer technologiegetriebenen Welt mit immer kürzeren Innovationszyklen bündelt Bosch Ideen und Kompetenzen über die Unternehmensgrenzen hinaus, um größtmöglichen Kundennutzen zu realisieren. Führende Start-ups spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, da auch sie oftmals eine Vorreiter-Rolle einnehmen und über entsprechende Ressourcen verfügen. In der Zusammenarbeit profitieren sie von Bosch, zum Beispiel in Bezug auf Industrialisierung, Marktzugang oder auch Branding. Die Kombination aus Start-up und Bosch nützt den Partnern ebenso wie dem Kunden. Sie bringt aber auch spezifische Herausforderungen mit sich: „Manchmal ändert ein Start-up seine Ausrichtung, genauso wie das bei Innovationsprojekten von Bosch passieren kann. In Summe stellen wir jedoch fest, dass eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit die Erfolgschancen von Innovationen für alle Beteiligten signifikant erhöht“, zieht Bolle eine positive Bilanz. Open Innovation steigert die Erfolgschancen von Innovationen....Dr. Michael Bolle, CDO und CTO Robert Bosch GmbH Code Intelligence: Cyberangriffe verhindern Ausgezeichnet worden ist die Zusammenarbeit zwischen Code Intelligence und Bosch Corporate Research. Der initiale Kontakt wurde über den High-Tech Gründerfonds geknüpft, an dem auch Bosch beteiligt ist. Code Intelligence hat einen skalierbaren Ansatz für automatisierte Sicherheitstests vernetzter Produkte entwickelt, der auf Coverage-based Fuzzing basiert. Dank der engen Zusammenarbeit erzielte das Team in nur zwei Monaten messbare Ergebnisse. „Derartige Ansätze für Software-Sicherheitstests haben in Open-Source-Projekten sehr effizient und frühzeitig Schwachstellen aufgedeckt. Für die vernetzten Produkte der Zukunft sind solche Maßnahmen überaus wichtig, denn sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Produkte“, erklärt Rakshith Amarnath, Projektleiter bei Bosch Corporate Research. Dr. Henning Perl, CTO von Code Intelligence, fasst die Vorteile der Kooperation aus seiner Sicht zusammen: „Die Zusammenarbeit gibt uns wertvolle Einblicke in industrielle Anforderungen und einen einzigartigen Zugang zu den Bosch-Geschäftsbereichen, z. B. zum Automobilsektor und zur vernetzten Industrie.“ Das Team arbeitet weiterhin gemeinsam an der Automatisierung von Software-Sicherheitstests. Hesai Photonics Technology: Auf dem Weg zum automatisierten Fahren Einen weiteren Preis erhielt Hesai zusammen mit einem Team von Bosch im Bereich automatisiertes Fahren. 2017 nahm Hesai erfolgreich am Bosch Accelerator „AI in Auto“ in China teil. Beide Unternehmen verbindet von Beginn an eine gemeinsame Vision. „Wir sind immer auf der Suche nach Lösungen, mit denen wir das automatisierte Fahren zuverlässig auf die Straße bringen können. Wir nutzen in unseren Entwicklungsfahrzeugen auch Hesais Technologie um diese Herausforderung anzugehen“, erläutert Jumana Al-Sibai, Executive Vice President von Bosch Chassis Systems Control. „Für uns ist es wichtig, dass wir bereits sehr frühzeitig mit dem weltgrößten Automobilzulieferer zusammenarbeiten können. Wir haben außerordentlich vom Bosch Know-how profitiert“, ergänzt David Li, CEO und Mitgründer von Hesai. Über den Open Bosch Award Der Open Bosch Award wird an Open Innovation Projekte verliehen, die sich durch eine herausragende Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Bosch auszeichnen. Der Preis wird von der Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC) vergeben. RBVC investiert in Start-ups und vernetzt sie mit der Bosch-Gruppe. Für eine systematische Anbahnung von Kooperationen hat RBVC die Venture-Client-Einheit „Open Bosch“ gegründet.

Weltweit am Puls der Innovationen: Zehn Jahre Venture Capital von Bosch

28.06.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

Weltweit am Puls der Innovationen: Zehn Jahre Venture Capital von Bosch

Stuttgart / Ludwigsburg – Zehn Jahre Investitionen, zehn Jahre Innovationen: Die Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC) investiert seit einem Jahrzehnt erfolgreich in Tech-Start-ups. Der Venture-Capital (VC)-Arm der Bosch-Gruppe beteiligt sich mit jeweils bis zu 15 Millionen Euro an jungen Start-ups und unterstützt diese mit Know-how und dem Netzwerk des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens. Neben Wagniskapital und finanziellen Zielen steht die Zusammenarbeit an technologischen Lösungen im Vordergrund. Die Investitionen gelten dabei komplementären Technologien oder Geschäftsmodellen, die besonders gut zur Bosch-Gruppe passen. „RBVC hat sich erfolgreich neben den großen institutionellen Wagniskapitalgebern etabliert. Unser VC-Arm leistet durch seine wertvollen Kontakte zur Start-up-Szene einen wichtigen Beitrag zur Innovationskultur und Agilität von Bosch“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das RBVC-Portfolio umfasst mehr als 35 zukunftsweisende Technologie-Start-ups aus aller Welt. Diese internationale Ausrichtung ist ein klarer strategischer Vorteil im Umfeld der disruptiven Entwicklungen. „RBVC wird das Portfolio an innovativen Technologie-Start-ups stetig erweitern und die Erfolgsgeschichte damit fortsetzen. Besonders vielversprechend sind Investitionen in Projekte, die das automatisierte Fahren und KI-basierte Systeme vorantreiben.“ Insgesamt verwaltet die Wagniskapital-Tochter von Bosch ein Fondsvolumen von mehr als 300 Millionen Euro. RBVC hat sich erfolgreich neben den großen institutionellen Wagniskapitalgebern etabliert. Unser VC-Arm leistet durch seine wertvollen Kontakte zur Start-up-Szene einen wichtigen Beitrag zur Innovationskultur und Agilität von Bosch....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Präsenz in China treibt Geschäft voran Langfristig sieht RBVC große Chancen auf dem chinesischen Markt und hat daher ein neues Büro in China eröffnet. „Mit unserem Office in Shanghai zeigen wir Präsenz in einem der dynamischsten Märkte der Welt“, sagt Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer von RBVC. „In China entstehen täglich Tech-Start-ups mit interessanten Produkten und Services. Durch unser lokales Engagement können wir noch aktiver in der Szene agieren.“ Ziel ist es, die Erfolgsgeschichte in China weiter fortzuschreiben und RBVC auf dem lokalen Markt als führenden Tech-Investor zu etablieren. Dabei richtet RBVC seinen Blick insbesondere auf Unternehmen, die auf den Gebieten künstliche Intelligenz (KI), Internet der Dinge (IoT), automatisiertes Fahren, Augmented und Virtual Reality (AR/VR) sowie Blockchain tätig sind. Bereits in den vergangenen Jahren war RBVC von Deutschland aus auf dem chinesischen Markt aktiv und hat bisher fünf Investments getätigt. Als einer der wenigen ausländischen Investoren ist RBVC aufgrund seiner Organisationsstruktur in der Lage, Investitionen in der lokalen chinesischen Währung Renminbi zu tätigen. Weltweit ist der VC-Arm von Bosch an fünf Standorten aktiv. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist das Engagement in wichtigen Technologie-Hotspots, vor allem im Silicon Valley und in Israel. Open Innovation-Ansatz: Trends früher erkennen Die Investmentprofis von RBVC schauen sich in jedem Jahr die Technologien und Geschäftsmodelle von weltweit über 2 000 Start-ups an. Lediglich ein gutes Hundert davon schafft es in die engere Auswahl. „Wir investieren pro Jahr in sechs bis zehn ausgewählte Unternehmen“, sagt Philipp Rose, ebenfalls Geschäftsführer von RBVC. „Die strenge Auswahl von Start-ups folgt unserer Strategie, uns wie ein institutioneller VC auf die vielversprechendsten Investitionen zu fokussieren. Doch auch der Austausch mit den anderen, nicht ausgewählten Start-ups ist interessant für uns, um das Innovationspotenzial von Bosch zu vergrößern.“ Daher bringt RBVC regelmäßig junge Unternehmen in Kontakt mit operativen Bosch-Einheiten. Dadurch erhalten die Start-ups beispielsweise die Möglichkeit, Zulieferer, Kunde oder Technologiepartner von Bosch zu werden. Durch diesen Open Innovation-Ansatz, also die gezielte Einbindung von Externen in den eigenen Innovationsprozess, können die Partner gegenseitig von ihrem Know-how und ihrer Erfahrung profitieren. Das Geschäftsmodell zeigt, dass RBVC durch sein weiterführendes Angebot zahlreiche Win-win-Situationen aufbaut: „Wir bieten neben Kapital auch Know-how und operative Unterstützung und sind direkt in der Start-up-Szene aktiv. Dadurch erkennen wir Trends und Möglichkeiten von Open Innovation deutlich früher als Technologieunternehmen ohne ein solches Engagement“, erklärt Rose. Langfristige Investitionen in Technologien „Wir verstehen uns als eine Art Tech-Investor und diskutieren mit den Start-ups auch sehr komplexe Technologien“, ergänzt Ramesohl. „Wir sind zudem bereit, das finanzielle Risiko einer Investition in solche Technologien einzugehen.“ Das zeigt auch ein Blick auf die zehnjährige Erfolgsgeschichte von RBVC. Das aktuelle Portfolio umfasst erfolgreiche Unternehmen, die sich mit Themen wie Blockchain, IoT, Machine Learning und Halbleiterentwicklung beschäftigen. Zwei Beispiele: Der britische Prozessor-Hersteller Graphcore produziert KI-Hardware zur Beschleunigung von maschinellem Lernen. Das Berliner Start-up IOTA entwickelt eine Kryptowährung für automatisierte Zahlungen im Internet der Dinge – etwa an Ladesäulen für Elektroautos. Solche Geschäftsmodelle ergänzen das Portfolio der Bosch-Gruppe und zeigen das langfristige Interesse von RBVC. Die vergangenen zehn Jahre brachten auch einige erfolgreiche Exits, zum Beispiel Movidius, ein Hersteller von Bildverarbeitungsprozessoren, wurde von Intel übernommen und der Funktechnologie-Anbieter Greenpeak von Qorvo, einem Halbleiterproduzenten.